Förderpreis

Ellen Fuhr: „Rosa Luxemburg“, 2003, 60 x 80 cm, Leinwand

Marxismus ist eine revolutionäre Weltanschauung, die stets nach neuen Erkenntnissen ringen muss, die nichts so verabscheut wie das Erstarren in einmal gültigen Formen.


ROSA LUXEMBURG „Die Akkumulation des Kapitals“ (1913)


Der Förderpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg wird seit 2001 an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Autorinnen und Autoren bzw. Künstlerinnen und Künstler, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 35 Jahre sind, für bisher unveröffentlichte publizistische, wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten vergeben, die sich durch ein hohes fachliches Niveau auszeichnen und in Übereinstimmung mit der Satzung in besonderer Weise für die Förderung politischer, wissenschaftlicher und kultureller Bildungsarbeit geeignet sind.

Bestandteile des Preises sind:

  • ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro
  • Übernahme der Druckkosten für eine Publikation bis zu 250 Seiten (inklusive 20 Freiexemplare) bzw. in gleichem Umfang eine finanzielle Förderung für die Präsentation oder Produktion künstlerischer Arbeiten
  • öffentliche Veranstaltung zum Thema der prämierten Arbeit

Voraussetzungen & Bewerbungsunterlagen

Die Bewerberinnen und Bewerber sind zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 35 Jahre, können ihre Arbeit selbst einreichen oder von anderen Personen vorgeschlagen werden.

Die Arbeiten sollten in deutscher Sprache verfasst sein. Von Autorinnen und Autoren, die ihre Arbeit in Teilen oder vollständig in Niedersorbisch geschrieben haben, wird erwartet, dass sie auch eine deutschsprachige Version einreichen.

Die eingereichten Arbeiten sollten inhaltlich folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Zeit
  • Analyse der bestehenden Wirklichkeit im Sinne Rosa Luxemburgs
  • Orientierung am „eingreifenden Denken“, also Versuche des Zusammenführens von Denkbarem und Machbarem

Für die Bewerbung müssen eingereicht werden:

  • die Arbeit (als Datei)
  • ein Exposé zu Inhalt, Ziel und Methodik
  • mindestens ein Gutachten oder eine Referenz
  • ein kurzer Lebenslauf

Über die Stiftung

Rosa Luxemburg (1871 – 1919) ist Namensgeberin unseres Vereins. Mit ihr verbindet uns das Streben nach einem emanzipatorischen, ökologischen und demokratischen Sozialismus.

Für die politischen Herausforderungen der Gegenwart können Rosa Luxemburgs Denkansätze und Überzeugungen außerordentlich anregend sein. Rosa Luxemburg kämpfte gegen Armut, Ausbeutung und Unterdrückung. Sie trat entschieden für Frieden und Internationalismus ein und für den Schutz von Mensch und Natur.

In unserer politischen Bildungsarbeit verknüpfen wir im Sinne Rosa Luxemburgs aktuelle Themen und Debatten im Rahmen der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.

Wir möchten an einer lebendigen öffentlichen Diskussionskultur mitwirken und Menschen zur politischen Einmischung ermutigen.

Die Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg wird vom Land Brandenburg in Abhängigkeit vom Wahlergebnis der Partei Die Linke gefördert, ist jedoch finanziell und strukturell unabhängig und bietet Raum für Debatten über die Partei hinaus.

Rosa Luxemburg fasziniert als emanzipierte, vielseitige und auch künstlerisch aktive Frau. Ihr Wirken und ihr Werk beeinflussen bis heute Programmatik und politische Praxis der internationalen Linken.

Themen und Formate der Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V.

  • Wissenschaftspolitische und theoretische Kolloquien und Diskussionsveranstaltungen zu Themen der deutschen und europäischen Zeitgeschichte
  • Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit und zu Gegenstrategien
  • Bildungsveranstaltungen zur Begleitung linker Politik und Programmatik
  • Diskussionsveranstaltungen zur internationalen Politik sowie zur deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik
  • Podiumsdiskussionen zu Kunst und Kultur und ihrer politischen Dimension am Beispiel brandenburgischer Kulturprojekte
  • Podiumsdiskussionen und theoretische Debatten zur Friedenspolitik
  • Präsentation soziologischer, pädagogischer und kulturpolitischer Studien
  • Vorträge, Seminare und Workshops zu politischer Ökonomie, Globalisierung und Klimapolitik
  • Vortragsreihen zu Philosophie und Philosophiegeschichte
  • öffentliche Präsentation der Förderpreisarbeiten

Kuratorium

Das Kuratorium begutachtet die eingereichten Bewerbungen und schlägt dem Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. eine*n Preisträger*in vor.

Zur Übersicht der Mitglieder des Kuratoriums ...

Kontakt

Postanschrift

Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg e.V.
Dortustraße 53
14467 Potsdam

E-Mail
info@bbg-rls.de

Telefon
(0331) 8 17 04 32

Bisherige Förderpreisträger*innen

Eine Übersicht findet sich in der Rubrik Publikationen bzw. hier.