Videomitschnitte von Veranstaltungen

Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken am Beispiel der Wriezener Bahn (27.7.2021)

Am 27. Juli 2021 haben wir unsere verkehrspolitische Reihe gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE. im Landtag Brandenburg in Wriezen fortgesetzt - Schwerpunktthema war aus naheliegenden Gründen die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, kämpft doch ein breites Bündnis aus Kommunen und Einzelpersonen in der Region für die Wiederbelebung der Wriezener Bahn. 

Mehr als 550 km Bahnstrecken wurden in Brandenburg seit 1994 stillgelegt. Ganze Regionen sind damit vom Schienenverkehr abgekoppelt worden. Knapp 30 Jahre später dreht sich der Wind: Ein Bahnanschluss gilt als Entwicklungsanker für ländliche Gegenden, der Zuzug von Unternehmen und jungen Familien befördert. Die Bahn in die Fläche des Landes zurückzubringen, ist außerdem ein Beitrag, um Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen sicherzustellen – ob im Alltag oder in der Freizeit. Obendrein wird die Wiederbelebung stillgelegter Schienenstrecken zu einem Schlüssel für die Verkehrswende, ohne die kein Klimaziel mehr zu erreichen ist. Welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen mit der Reaktivierung alter Eisenbahnverbindungen verbunden sind, darüber diskutierten unter anderem:

  • Steffen Blunk (Initiative Wriezener Bahn e.V.)
  • Dr. Andreas Geißler (Referent für Verkehrspolitik bei der Allianz Pro Schiene)
  • Christian Görke, MdL (verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag Brandenburg) 

Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist unter folgendem Link zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=f7Z03qySli4 

"Konfutse versteht nichts von Frauen" - Ein Margarete-Steffin-Abend mit Inge Gellert und Margarete Huber (29.6.2021)

Durch Klick auf das Bild erfolgt eine Weiterleitung zum Youtube-Kanal des Literaturforums im Brecht-Haus.

Unter dem Titel "Konfutse versteht nichts von Frauen" wurden in einer szenischen Lesung von und mit der Philosophin und Künstlerin Dr. Inge Gellert und der Sängerin und Komponistin Margarete Huber biografische Stationen von Margarete Steffin (1908-1941) vorgestellt und insbesondere ihr eigenes künstlerisches Schaffen präsentiert.

Margarete Steffin war gelernte Buchhalterin, spielte in einem Laientheater, später im Film Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt (1932) und in Brechts Stück Mutter (1932). Für Brecht ist sie die „Gute Genossin M.S., seine kleine Lehrmeisterin aus der Arbeiterschaft“. Er nennt sie in allen seinen Stücken von 1933 bis 1941. Und er ermutigt sie zum Schreiben eigener Texte.

Die szenische Lesung wurde am 29. Juni 2021 im Literaturforum im Brecht-Haus uraufgeführt und als Livestream mitgeschnitten, auf dem Youtube-Kanal des lfb präsentiert.

Zum Mitschnitt auf dem Youtube-Kanal des Literaturforums im Brecht-Haus ...

Im Dienste Rosa Luxemburgs - Gespräch mit Claudia von Gélieu und Jörn Schütrumpf (12.4.2021)

Vor kurzem ist im Karl Dietz Verlag Berlin das Buch "Rosa Luxemburg in Berlin. Ein biografischer Stadtführer" erschienen, der reichlich bebildert, mit Karten und ergänzenden Audios versehen, den Lebensweg von Rosa Luxemburg im damaligen Zentrum der internationalen Arbeiterbewegung nachzeichnet.

Die Autorin, Claudia von Gélieu, stellte im Gespräch mit Jörn Schütrumpf das Buch vor,  wobei der Schwerpunkt auf den - mal mehr, mal weniger bekannten - Personen lag, die in Diensten Rosa Luxemburgs standen: z.B. Dienstmädchen, Stenotypistinnen, Sekretärinnen, Redakteure, Freund*innen, Rechtsanwälte, Weg- und Lebensgefährten. 

Das Gespräch wurde am 12. April 2021 in einer Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt und der RLS Fokusstelle Rosa Luxemburg gemeinsam mit dem Kulturforum der RLS und den Landesstiftungen Bayern und Brandenburg geführt und von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt aufgezeichnet.

  • Claudia von Gélieu (Autorin, Mitinitiatorin der Frauentouren)
  • Dr. Jörn Schütrumpf (Leiter der RLS Fokusstelle Rosa Luxemburg)
  • Begrüßung: Gabi Henschke (RLS Sachsen-Anhalt)

Zum Ansehen auf das Bild klicken oder den Link auswählen, beides führt direkt zu Facebook (ein eigener Account ist nicht nötig).

Gespräch zwischen Dr. Evelin Wittich und Marlen Block, MdL, über unbekannte Facetten und aktuelle Bezüge von Rosa Luxemburg (15.2./5.3.2021)

Durch Klick auf das Bild geht es zum Video bei Youtube.

Den Namen Rosa Luxemburg kennen die meisten, viele wissen, dass sie brutal am 15. Januar 1919 von Freikorps ermordet wurde. Von ihrem Leben, ihrer polnisch-jüdischen Familie, ihrer Leidenschaft für die Natur oder fürs Briefeschreiben, ihrem Menschenbild, von ihren theoretischen Schriften und ökonomischen Analysen, ihrem Revolutions-, Macht- und Demokratieverständnis, ihren Positionen zu Nationalismus, Militarisierung, Kolonialismus oder Geschlechtergleichheit ist jedoch in der breiteren Öffentlichkeit wenig bekannt.  

Der 150. Geburtstag bietet den Anlass, sich dieser unbekannten Bekannten der europäischen Arbeiterbewegung und ihrer Aktualität eingehend zu nähern.

Dr. Evelin Wittich (Herausgeberin des Herbariums von Rosa Luxemburg, Mitarbeiterin der Fokusstelle Rosa Luxemburg und von 1990 bis 2008 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung) hat im Gespräch mit Marlen Block, MdL (stellv. Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg) einige der unbekannten Facetten von Rosa Luxemburg vorgestellt und ist auch auf die Frage eingegangen, warum es lohnt, sich gerade heute mit dieser Kämpferin für die Verbindung von politischer und sozialer Freiheit und Gleichheit zu beschäftigen.

Das Interview wurde am 15. Februar 2021 geführt und am Luxemburg-Geburtstag am 5. März online gestellt.

Zum Ansehen direkt hier auf der Internetseite bitte auf das Bild klicken. Richtig los geht es ab 0:15.

Der junge Friedrich Engels - Gespräch mit Prof. Dr. Michael Brie und Valeria Bruschi (1.12.2020)

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In einem Gespräch spürten am 1. Dezember 2020 Prof. Dr. Michael Brie und Valeria Bruschi dem jungen, dem lernenden Friedrich Engels nach.

Ausgangspunkt dafür war der vor kurzem von Michael Brie publizierte Essay "Sozialist-Werden" (zum PDF-Download bzw. zur Bestellmöglichkeit), der sich insbesondere der Zeit Engels in Manchester und Barmen zwischen 1842 und 1845 widmet, in der Engels die neue Welt des Industriekapitalismus und die neuen Möglichkeiten strategisch orientierter Gesellschaftstransformation studiert. Das Wie seines auf praktisches Eingreifen zielenden Erkenntnisprozesses ist, so Brie, für heute wichtiger als das Was seiner Resultate.

  • Prof. Dr. Michael Brie ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte des Sozialismus und Kommunismus.
  • Valeria Bruschi ist Philosophin und in der Politischen Bildung tätig, unter anderem als Leiterin von Kapital-Lesekursen und Seminaren zu Grundbegriffen Marxscher Theorie

Das Gespräch wurde vom Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern organisiert und in Kooperation mit vielen Landesstiftungen der RLS bei facebook live übertragen und mitgeschnitten.

Machtspieler. Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution - mit Ronny Blaschke und Reza Wahdat (26.10.2020)

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In Koorperation mit SV Babelsberg 03 konnten wir für den 26. Oktober 2020 zu einer Buchvorstellung mit Ronny Blaschke und Reza Wahdat einladen.

Black Lives Matter, Belarus, Hongkong: In unterschiedlichen Kulturkreisen machen sich Sportler für Bürgerrechte stark, darunter viele Fußballer. Der Berliner Journalist Ronny Blaschke beobachtet seit Jahren die politischen Hintergründe im Sport. Für sein neues Buch "Machtspieler - Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution" (zum Verlag: Die Werkstatt) hat er in 15 Ländern auf vier Kontinenten recherchiert. Durch das Vergrößerungsglas Fußball blickt er auf Homophobie in Russland, Nationalismus auf dem Balkan oder die wirtschaftliche Expansion Chinas. Blaschke analysiert die Mobilisierung von Fußballfans: In Ägypten, in der Ukraine, und in der Türkei stützten Ultras Proteste gegen autokratische Regierungen. Was ist aus ihren Bewegungen geworden? Während der Recherchen hat Blaschke auch den iranischen Fan Reza Wahdat kennengelernt, der inzwischen in Deutrschland lebt und viel über die Fußballkulturen im Nahen Osten berichten kann. Blaschke und Wahdat diskutieren in Babelsberg über Fußball zwischen Propaganda und Protest.

  • Ronny Blaschke (Sportjournalist und Buchautor)
  • Reza Wahdat (iranischer Fußballfan, der inzwischen in Berlin lebt und viel über die Fußballkulturen im Nahen Osten berichten kann) 

Die Kolleg*innen von SV Babelsberg haben die Veranstaltung dankenswerterweise gestreamt und als Video bei facebook onlinegestellt.

Infektionsschutz und Grundrechte - ein Widerspruch? #2: Ferien, die doch keine waren (26.6.2020)

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Artikel 7 des Grundgesetzes regelt das Recht auf Bildung. Als die Infektionszahlen an COVID-19 auch in Deutschland rasch anstiegen und die Gefahr bestand, dass die Lage außer Kontrolle geraten und das Gesundheitssystem wie vorher in Italien und Frankreich überlastet werden könnte, wurden am 16. März fast bundesweit alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen.

Völlig unvorbereitet traf diese Maßnahme Schulen, Kitas, Eltern und Kinder. Ab dem Moment waren zu großen Teilen die Eltern auch die Lehrer*innen und Erzieher*innen ihrer Kinder. Die Verbindung zwischen Schulen und Schüler*innen wurde völlig unterschiedlich organisiert und bei den Kitas komplett den Einrichtungen überlassen.

In dieser Veranstaltung, organisiert von der RLS Sachsen in Kooperation mit den Landesstiftungen der RLS Bayern, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen und mit Unterstützung des Kollektiv Tipi e.V., wurde unter anderem folgende Fragen behandelt: Wurde das Recht auf Bildung mit der Schließung der Schulen ausgesetzt? War das verhältnismäßig? Was bedeutet Homeschooling für Eltern und Kinder? Hätte es Alternativen gegeben? Finden wir Möglichkeiten, um für den Fall einer zweiten Infektionswelle besser vorbereitet zu sein?

  • Thomas Neie (Rechtsanwalt Leipzig)
  • Fabian Wolff (Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bezirksverband Leipzig)
  • Nancy Hochstein (Vorsitzende StadtElternRat Leipzig)
  • Moderation: Thomas Datt (freier Journalist)

Infektionsschutz und Grundrechte - ein Widerspruch? #1: Mit dem Grundgesetz unter dem Arm (18.6.2020)

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Die Reihe «Infektionsschutz und demokratische Grundrechte – ein Widerspruch?» ist eine Kooperationsveranstaltungen der Regionalbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In der Auftaktveranstaltung «Mit dem Grundgesetz unter dem Arm» soll der Versuch unternommen werden, eine grundlegende verfassungsrechtliche Einordnung vorzunehmen, auf der die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung beruhen. Wir wollen auch im Hinblick auf die Zukunft anhand von Konfliktfällen der letzten Monate diskutieren, welche Voraussetzungen und Konsequenzen die bisherige Pandemiebekämpfung gehabt hat.

  • Gabriele Heinecke (Rechtsanwältin Hamburg)
  • Halina Wawzyniak (Juristin, Fraktionsgeschäftsführerin für DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus)
  • Moderation: Dr. Julia Killet (Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern/Kurt-Eisner-Verein)