Außenpolitischer Dialog / Potsdamer Außenpolitischer Dialog

Zwischen Kooperation und Konkurrenz – Europa und Asien im 21. Jahrhundert

Samstag, 2. November 2019, 10 bis 17 Uhr

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. und des WeltTrends-Institut für Internationale Politik


Tagungsbroschüre

In den Debatten um eine neue Weltordnung kommt dem Raum zwischen Lissabon und Wladiwostok eine besondere Bedeutung zu. Als „eurasischer Raum“ steht er heute im Fokus sowohl unterschiedlicher Akteure der globalen Politik als auch der strategischen Debatten in den verschiedenen Ländern, einschließlich Deutschland. Die jüngsten Aktivitäten Chinas hinsichtlich der Seidenstraßen-Initiative und die dazu geführten Diskussionen sind das prominenteste Beispiel des wirtschaftlichen und auch politischen Ringens um diesen Raum.

Angesichts der wirtschaftlichen und institutionellen Dynamiken einerseits und der vorhandenen politisch-militärischen Differenzen andererseits haben die Entwicklungen im eurasischen Raum einen erheblichen Einfluss auf die globale internationale Lage und sind damit friedenspolitisch von größter Bedeutung.

Mit dem Außenpolitischen Dialog, der am 2. November 2019 im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte in Potsdam stattfand, wollten die Veranstalter*innen die widerspruchsvollen Entwicklungen im eurasischen Raum diskutieren und damit einen fachlich soliden und konstruktiven linken Beitrag zu den kontrovers geführten Debatten um Eurasien und das Verhältnis Deutschlands zu diesem Raum hierzulande leisten.

Die Dokumentation der Beiträge ist in einer Broschüre erschienen, die beim WeltTrends Verlagin gedruckter Fassung bezogen werden kann:

Raimund Krämer (Hrsg.)
Zwischen Kooperation und Konkurrenz
Europa und Asien im 21. Jahrhundert

WeltTrends, Potsdam 2019
ISBN 978-3-947802-45-6
140 Seiten / 9,80 €

Der Tagungsband kann aber auch als PDF-Datei online eingesehen werden:

Bericht zur Veranstaltung von Dr. Hubert Thielicke (WeltTrends e.V.)

In "International - Zeitschrift für internationale Politik" (Ausgabe V/2019) ist ein ausführlicher Bericht zum Potsdamer Außenpolitischen Dialog 2019 erschienen - verfasst von Dr. Hubert Thielicke, Pressesprecher und Beiratsmitglied der Potsdamer Zeitschrift WeltTrends sowie Senior Research Fellow des WeltTrends-Instituts für internationale Politik. Dankenswerterweise dürfen wir den Beitrag an dieser Stelle dokumentieren.

Zum Artikel in der Zeitschrift International V/2019 als PDF-Datei ...

Und zur Homepage der Zeitschrift International ...

Einladung


In den Debatten um eine neue Weltordnung kommt dem Raum zwischen Lissabon und Wladiwostok eine besondere Bedeutung zu. Als „eurasischer Raum“ steht er heute im Fokus sowohl unterschiedlicher Akteure der globalen Politik als auch der strategischen Debatten in den verschiedenen Ländern, einschließlich in Deutschland. Die jüngsten Aktivitäten Chinas hinsichtlich der Seidenstraßen-Initiative und die dazu geführten Diskussionen sind das prominenteste Beispiel des wirtschaftlichen und auch politischen Ringens um diesen Raum.

Angesichts der wirtschaftlichen und institutionellen Dynamiken einerseits und der vorhandenen politisch-militärischen Differenzen andererseits haben die Entwicklungen im eurasischen Raum einen erheblichen Einfluss auf die globale internationale Lage und sind damit friedenspolitisch von größter Bedeutung.

Die Fachtagung will die widerspruchsvollen Entwicklungen im eurasischen Raum diskutieren und damit einen fachlich soliden und konstruktiven linken Beitrag zu den kontrovers geführten Debatten um Eurasien und das Verhältnis Deutschlands zu diesem Raum hierzulande leisten.

  • Panel 1: Der Eurasische Raum – Konzepte und Strategien
  • Panel 2: Institutionelle und informelle Strukturen im eurasischen Raum
  • Panel 3: Deutschland in Eurasien

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Programm

10.00 Uhr 

Eröffnung

Prof. Dr. Raimund Krämer (Vorstandsmitglied der RLS Brandenburg, Chefredakteur der Zeitschrift WeltTrends) 


10.15 bis 12.00 Uhr (Panel 1)

  • Der Eurasische Raum - Konzepte und Strategien

Helmut Scholz, MdEP; DIE LINKE

Dr. habil. Erhard Crome, WeltTrends-Instituts für Internationale Politik (WT-IIP), Potsdam

Prof. Dr. Chen Zhuangying, Shanghai International Studies University (SISU)

Dr. Peter Linke, Almaty

Moderation: Dr. Nobert Hagemann, Senior Research Fellow am WT-IIP


13.00 bis 14.45 Uhr (Panel 2)

  • Politische Praxis: Institutionelle und informelle Strukturen im eurasischen Raum

Prof. Dr. Bulat Sultanov, Kasachisch-Deutsche Universität, Almaty

Dr. habil. Wolfram Wallraf, Senior Research Fellow am WT-IIP

Maya Janik, Dialogue of Civilizations Research Institute, Berlin

Moderation: Dr. Hubert Thielicke, Senior Research Fellow am WT-IIP


15.00 bis 16.45 Uhr (Panel 3)

  • Deutschland und Eurasien

Prof. Dr. Chen Zhuangying, SISU

Tomasz Morozowski, West-Institut, Poznań/Posen

Prof. Dr. Lutz Kleinwächter, Vorsitzender WeltTrends e.V.

Moderation: Anne Klinnert, M.A., Universität Potsdam


17.00 Uhr

Abschluss der Tagung


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Organisatorisches

  • Zeit

Samstag, 2. November 2019

10.00 bis 17.00 Uhr


  • Ort

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
 


  • Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos, wir bitten jedoch aus organisatorischen Gründen um Anmeldung bis zum 25. Oktober 2019

per E-Mail: info@bbg-rls.de

per Telefon: 0331 817 04 32 oder

per Fax: 0331 817 04 33
 



Kontakt

Prof. Dr. Raimund Krämer 

E-Mail: kraemer.institut@welttrends.de

Dr. Julia Bär

E-Mail: info@bbg-rls.de

Telefon: 0331 817 04 32


PAD 2018: Jenseits der Konfrontation! Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland


3. November 2018, 10 bis 17 Uhr

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. und des WeltTrends-Institut für Internationale Politik

Einladung

Der diesjährige Potsdamer Außenpolitische Dialog bietet ein Forum friedenspolitischer Alternativen in den aktuellen Turbulenzen der internationalen Beziehungen. Es geht um alternatives Denken zu den gegenwärtigen dominanten Strömungen in Politik und Medien, die auf eine Rückkehr zur Konfrontation in der Weltpolitik generell und im Verhältnis zu Russland speziell zielen. In der Öffentlichkeit herrscht große Verunsicherung angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Von der Rückkehr zum Kalten Krieg wird immer wieder gesprochen.

In dieser Situation soll die traditionelle außenpolitische Fachkonferenz friedenspolitische Alternativen für den europäischen Kontinent diskutieren. Es geht um das Festhalten bzw. Wiederbeleben der Prinzipien der friedlichen Koexistenz. Dazu wird ein Blick in die widersprüchliche Geschichte der europäischen Staatenbeziehungen im 20. Jahrhundert geworfen und an die Erfahrungen aus dieser spannungsreichen Zeit erinnert. Dabei spielt die Frage nach dem Verhältnis zwischen „dem europäischen Westen“ in Form der Europäischen Union und „der europäischen Großmacht“ Russland eine besondere Rolle.Auf der Tagung kommen deshalb sowohl Stimmen aus Russland als auch aus den mittel- und osteuropäischen Staaten zu Wort. Zugleich steht die Verantwortung Deutschlands für eine europäische Friedensordnung im Blickpunkt der Tagung.

  • Panel 1: Europäische Sicherheit im 20. Jahrhundert – Erfahrungen und Lehren
  • Panel 2: Aktuelle Herausforderungen für die europäische Sicherheit – Sichten aus Mittel- und Osteuropa
  • Panel 3: Russland und die europäische Sicherheit
  • Panel 4: Deutschland und die europäische Sicherheit

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Bericht: Für ein Ende der Eiszeit mit Russland

Veranstaltungsbericht von Raimund Krämer

Am 3. November 2018 veranstalteten die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg (RLS) und das WeltTrends-Institut für Internationale Beziehungen (IIP) gemeinsam den diesjährigen „Potsdamer Außenpolitischen Dialog“. Das Thema der alljährlichen außenpolitischen Fachtagung war: „Jenseits der Konfrontation! Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland“.

Den Veranstaltern ging es um alternatives Denken zu den gegenwärtigen dominanten Strömungen in Politik und Medien, die auf eine Rückkehr zur Konfrontation in der Weltpolitik generell und im Verhältnis zu Russland speziell zielen. In der Öffentlichkeit herrscht große Verunsicherung angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. In dieser Situation diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, der Tschechischen Republik, der Russländischen Föderation und Deutschland die Sicherheitslage in Europa und die friedenspolitischen Perspektiven für den europäischen Kontinent.
Prof. Dr. Raimund Krämer, Vorstandsmitglieder der Stiftung und Chefredakteur der Zeitschrift WeltTrends eröffnete die Tagung und erinnerte daran, dass 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges wir überall Enttäuschung und Misstrauen vorfinden. Wir haben eine Situation in Europa, die sich vor drei Jahrzehnten, als die Charta von Paris beschlossen wurde, niemand vorstellen konnte: Militärische Auseinandersetzungen auf dem Kontinent, Aushöhlung und Verletzung des Völkerrechts, Großmanöver, angekündigte und bereits realisierte Vertragsbrüche, gegenseitige Sanktionen. Die Situation erinnere, so meinen manche Beobachter, an den Kalten Krieg. Jedoch könnten wir auch die Großmachtrivalitäten Ende des 19. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts als historischen Vergleich nehmen: Ohne jegliche ideologische Kontroversen, wie sie für den Kalten Krieg letztlich so typisch waren, führten diese Rivalitäten in den verheerenden 1. Weltkrieg. Diese Blaupause würde die Dramatik der jetzigen Lage in Europa sogar noch deutlicher machen, so Krämer.

Dr. Hans Misselwitz, als Staatssekretär in der de Maizière-Regierung von Seiten der DDR an den „2-plus-4-Verhandlungen“ beteiligt, erinnerte in seinem Impulsreferat an die Umbrüche der Jahre 1989/90, in denen auch die Weichen für künftigen Entwicklungen in Europa, auch für die späteren Verwerfungen gestellt wurden. Zentral war dabei die Problematik der Erweiterung der NATO nach den Osten. Darum drehte sich dann auch die zum Teil polemische Debatte, in der Dr. Vladimir Handl (Karlsuniversität Prag, Tschechische Republik), Prof. Dr. Krzysztof Malinowski (West-Institut, Poznań), Prof. Dr. Bogdan Koszel (Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań) Dr. Wladislaw Below (Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau) ihre zum Teil gegensätzlichen Positionen vorstellten.
Zu den Diskutanten gehörten die ehemaligen DDR-Botschafter Peter Steglich und Dr. Arne Seifert, Fellows des IIP wie Dr. Erhard Crome, Prof. Lutz Kleinwächter und Wolfram Wallraf sowie Kerstin Kaiser, Leiterin des Moskauer RLS-Büros, und Dr. Holger Politt, Leiter des RLS-Büros in Warschau. In der Debatte sprach auch General a.D. Klaus Wittmann. Aus der Politik nahmen der langjährige außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Wolfgang Gehrcke, und der abrüstungspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Alexander Neu, teil.

Anfang des kommenden Jahres erscheinen die Beiträge von Referenten und Teilnehmern der Tagung in einer Publikation der Stiftung.

Bereits jetzt zum Vormerken im Kalender: Der kommende Potsdamer Außenpolitische Dialog wird am 2. November 2019 stattfinden.

Tagungsbroschüre

Am 3. November 2018 fand der „Potsdamer Außenpolitische Dialog 2018: Jenseits der Konfrontation. Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland“ statt, der sich mit alternativen Ansätzen zu den gegenwärtigen dominanten Strömungen in Politik und Medien, die auf eine Rückkehr zur Konfrontation in der Weltpolitik generell und im Verhältnis zu Russland speziell zielen, beschäftigte. In der Öffentlichkeit herrscht große Verunsicherung angesichts der zunehmenden Spannungen. In dieser Situation diskutierten die Teilnehmer*innen die Sicherheitslage in Europa und die friedenspolitischen Perspektiven für den Kontinent.

Die Dokumentation der Beiträge ist in einer Broschüre erschienen:

Raimund Krämer (Hrsg.)
Jenseits der Konfrontation!
Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland
WeltTrends, Potsdam 2018
ISBN 978-3-947802-21-0
88 Seiten / 9,80 €

Die Broschüre kann über den WeltTrends-Verlag bezogen werden:
welttrends.de/jenseits-der-konfrontation/

Der Tagungsband kann aber auch als PDF-Datei online eingesehen werden: