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Förderpreis

Ellen Fuhr: „Rosa Luxemburg“, 2003, 60 x 80 cm, Leinwand

Marxismus ist eine revolutionäre Weltanschauung, die stets nach neuen Erkenntnissen ringen muss, die nichts so verabscheut wie das Erstarren in einmal gültigen Formen.


ROSA LUXEMBURG „Die Akkumulation des Kapitals“ (1913)


Der Förderpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg wird seit 2001 an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Autorinnen und Autoren bzw. Künstlerinnen und Künstler, die zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Regel nicht älter als 35 Jahre sind, für bisher unveröffentlichte publizistische, wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten vergeben, die sich durch ein hohes fachliches Niveau auszeichnen und in Übereinstimmung mit der Satzung in besonderer Weise für die Förderung politischer, wissenschaftlicher und kultureller Bildungsarbeit geeignet sind.

Die Ausschreibung des Förderpreises erfolgt seit 2024 alle zwei Jahre. 

Bestandteile des Preises sind:

  • ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro
  • Übernahme oder Beteiligung an den Kosten für den Druck einer Publikation (nach gegenwärtigem Stand in Höhe von 2500 Euro, inklusive 20 Freiexemplare) bzw. in gleichem Umfang eine finanzielle Förderung für die Präsentation oder Produktion künstlerischer Arbeiten
  • öffentliche Veranstaltung zum Thema der prämierten Arbeit

Die Ausschreibungsfrist für die nächste Bewerbungsrunde endet am 30. November 2026. Wir laden herzlich zur Bewerbung ein.

Voraussetzungen, Bewerbungsunterlagen, Auswahlverfahren

Formale Voraussetzungen:

  • Die Bewerberinnen und Bewerber sind zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Regel nicht älter als 35 Jahre.
  • Die Bewerberinnen und Bewerber können ihre Arbeit selbst einreichen oder von anderen Personen vorgeschlagen werden.
  • Die Arbeiten sollten in deutscher Sprache verfasst sein. Von Autorinnen und Autoren, die ihre Arbeit in Teilen oder vollständig in Niedersorbisch geschrieben haben, wird erwartet, dass sie auch eine deutschsprachige Version einreichen.
  • Wenn sich Bewerberinnen und Bewerber andernorts für einen Preis beworben haben und/oder die Arbeit bereits zum Druck vorgesehen ist, so ist dies bei der Bewerbung anzugeben.
  • Die Bewerbungen müssen in dem Jahr der Ausschreibung des Förderpreises bis zum 30. November in der Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg (Alleestraße 3, 14469) vollständig eingegangen sein.

Inhaltliche Voraussetzungen:

  • Kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Zeit
  • Analyse der bestehenden Wirklichkeit im Sinne Rosa Luxemburgs
  • Orientierung am „eingreifenden Denken“, also Versuche des Zusammenführens von Denkbarem und Machbarem

Für die Bewerbung müssen eingereicht werden:

  • die Arbeit (als Datei)
  • ein Exposé zu Inhalt, Ziel und Methodik
  • mindestens ein Gutachten oder eine Referenz
  • ein kurzer Lebenslauf

Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers:

  • Mitglieder des interdisziplinär zusammengesetzten Kuratoriums begutachten die eingereichten Arbeiten bis Ende Februar des folgenden Jahres und schlagen dem Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg eine Preisträgerin oder einen Preisträger vor.
  • Anschließend beschließt der Vorstand, wer den Preis erhält und veröffentlicht Namen und Titel der Arbeit.
  • Bis spätestens September des folgenden Jahres wird in einer öffentlichen Veranstaltung die Arbeit vorgestellt und der Preis überreicht.

Über die Stiftung

Rosa Luxemburg (1871 – 1919) ist Namensgeberin unseres Vereins. Mit ihr verbindet uns das Streben nach einem emanzipatorischen, ökologischen und demokratischen Sozialismus.

Für die politischen Herausforderungen der Gegenwart können Rosa Luxemburgs Denkansätze und Überzeugungen außerordentlich anregend sein. Rosa Luxemburg kämpfte gegen Armut, Ausbeutung und Unterdrückung. Sie trat entschieden für Frieden und Internationalismus ein und für den Schutz von Mensch und Natur.

In unserer politischen Bildungsarbeit verknüpfen wir im Sinne Rosa Luxemburgs aktuelle Themen und Debatten im Rahmen der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.

Wir möchten an einer lebendigen öffentlichen Diskussionskultur mitwirken und Menschen zur politischen Einmischung ermutigen.

Die Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg wird vom Land Brandenburg in Abhängigkeit vom Wahlergebnis der Partei Die Linke gefördert, ist jedoch finanziell und strukturell unabhängig und bietet Raum für Debatten über die Partei hinaus.

Rosa Luxemburg fasziniert als emanzipierte, vielseitige und auch künstlerisch aktive Frau. Ihr Wirken und ihr Werk beeinflussen bis heute Programmatik und politische Praxis der internationalen Linken.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. bitetet politische Bildungsveranstaltungen in Form von Vorträgen, Diskussionen, Seminaren, Tagungen, Filmveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen etc. an.

Themen sind u.a.:

  • deutsche und europäische Zeitgeschichte
  • Auseinandersetzung mit Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit sowie Gegenstrategien
  • Begleitung linker Politik und Programmatik in Theorie und Praxis
  • internationale Politik, deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik, Friedenspolitik
  • Kunst und Kultur und ihre politische Dimension 
  • politische Ökonomie, Globalisierung und Klimapolitik
  • Philosophie und Philosophiegeschichte
  • öffentliche Präsentation der Förderpreisarbeiten

Kuratorium

Das Kuratorium begutachtet die eingereichten Bewerbungen und schlägt dem Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. eine*n Preisträger*in vor.

Zur Übersicht der Mitglieder des Kuratoriums ...

Kontakt

Postanschrift

Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg e.V.
Dortustraße 53
14467 Potsdam

E-Mail
info@bbg-rls.de

Telefon
(0331) 8 17 04 32

Bisherige Förderpreisträger*innen

Eine Übersicht findet sich in der Rubrik Publikationen bzw. hier.