Nachricht | Jüdische Architekten der Moderne und ihr Wirken in der Welt

Ausstellung mit Fotos von Jean Molitor im freiLand - verlängert bis 11.2.

Ausstellung mit Fotografien von Jean Molitor

Wann und wo und wie

  • 3. Dezember 2021 bis zum 11. Februar 2022
    täglich von 9 bis 17 Uhr
    (außer zwischen dem 20. Dezember und dem 2. Januar)
  • freiLand Potsdam, Haus 1, obere Etage
    Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam
    Internet: https://freiland-potsdam.de/
  • Eintritt kostenfrei.
    Der Zugang ist nicht barrierefrei, da die Ausstellung in der oberen Etage präsentiert wird. 
    Im gesamten Haus besteht ausnahmslos Maskenpflicht und es gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln

Das Ausstellungsprojekt realisieren wir in Kooperation mit dem freiLand Potsdam / CULTUS uG und dem Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Der Fotograf Jean Molitor

Jean Molitor ist freiberuflicher Fotograf und nahezu ununterbrochen in der Welt unterwegs. Er wurde 1960 in Berlin (Ost) geboren. Seinem Engagement in der AG Junge Fotografen folgte eine Ausbildung zum Fotografen und Kameraassistenten und schließlich ein Studium bei Arno Fischer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Er hat sich auf Architekturfotografie spezialisiert und sich über viele Jahre auf die Suche von Wohn- und anderen Gebäuden begeben, die insbesondere den Einfluss des Bauhauses auf modernes Bauen weltweit deutlich machen.

Zur Homepage von Jean Molitor: https://jean.molitor.photography/

Die Ausstellung

Im Fokus der 22 großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien der Ausstellung in Potsdam stehen maßgeblich Bauten jüdischer Architekten, die vom bauhaus kamen oder von dessen Leitsätzen beeinflusst waren. Sie waren auch in Potsdam, Brandenburg und in aller Welt tätig - letzteres freigewählt oder im Zuge von Emigration und Flucht, weil sie in Nazi-Deutschland keine Aufträge mehr erhielten oder verfolgt wurden.

Ein eigener Bereich ist Erich Mendelsohn gewidmet, der in Potsdam für den Einsteinturm verantwortlich zeichnete oder auch für die Hutfabrik in Luckenwalde. Gezeigt werden zudem Wohngebäude, Kinos, Rathäuser, Stadien, Kaufhäuser und religöse Funktionsbauten, insbesondere aus Deutschland, Dänemark und Israel.

Video mit Jean Molitor zur Eröffnung der Ausstellung

Da wir pandemiebedingt nicht zu einer Ausstellungseröffnung einladen konnten, haben wir dank tatkräftiger Unterstützung durch das hausZwei / Libertalia e.V. und die Regenbogen PA im freiLand ein kleines Video aufnehmen können. Kein wirklicher Ersatz, aber vielleicht eine gute Einführung.

Jean Molitor berichtet darin von den Anfängen seines mittlerweile zu einer fotografischen Weltreise gewordenen Projektes bau1haus, stellt seine Arbeitsweise vor und gibt Einblick auch in seine umfänglichen Recherchen zu den Bauten und den im Fokus der Ausstellung in Potsdam stehenden jüdischen Architekten.

Geführt hat das Gespräch am 3. Dezember 2021 Cathleen Bürgelt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V.

Vortrag mit Dr. Kaija Voss zur Finissage am 11. Februar 2022, 17 Uhr, im freiLand und online

Wir freuen uns sehr, dass wir zur Finissage der Ausstellung am Freitag, 11.2.2022, die Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss begrüßen können. Sie wird wird in einem Online-Vortrag den Bogen vom bauhaus und den dort Lehrenden und Lernenden bis zu international tätigen jüdischen Architekten spannen und dabei anhand einzelner Beispiele auch auf das Thema der Emigration nach Palästina/Israel, die USA und England eingehen. Ein Schwerpunkt dabei liegt - wie auch in der Ausstellung mit den Fotos von Jean Molitor - auf Erich Mendelsohn, der für einige sehr markante Gebäude in Berlin, Potsdam und Brandenburg verantwortlich zeichnete.

Im Anschluss besteht die Möglickheit zum Gespräch mit Dr. Kaija Voss und mit dem Fotografen Jean Molitor.


Aufgrund der Pandemiebedingungen realisieren wir die Veranstaltung vornehmlich online - für ein paar wenige Personen ist eine Teilnahme vor Ort jedoch möglich.

Online ist eine Zuschaltung unter diesem Link ohne Anmeldung möglich:
https://app.bbbserver.de/de/join/6354afba-155f-4460-acfd-fbc326299d22

Für eine Präsenzteilnahme bitten wir unbedingt um Anmeldung:

Die Fotobücher

  • Jean Molitor, Kaija Voss:
    Bauhaus. Eine fotografische Weltreise / A photographic journey around the world

    240 Seiten, 24,5 x 21,5 cm, gebunden, 136 Duplex-Abb.
    3. Aufl., be.bra: 2018 - ISBN 978-3-89809-152-7

    Das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus beeinflusste die Entwicklung der modernen Architektur weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Der Fotograf Jean Molitor reist seit fast einem Jahrzehnt rund um den Globus, um diesen Einfluss zu dokumentieren. Ob Berlin oder Casablanca, Stuttgart oder Havanna, St. Petersburg oder Guatemala Stadt, Wien oder Bukavu im Kongo – dieser Band bietet beeindruckend inszenierte Fotos von zum Teil bislang unbekannten Glanzstücken der Klassischen Moderne.
  • Jean Molitor:
    bau1haus - die moderne in der welt

    hrsg. von Nadine Barth, Text(e) von Kaija Voss, Gestaltung von Julia Wagner grafikanstalt
    160 Seiten, 29 x 25 cm, Hardcover, 100 Abb.
    Hatje Cantz: 2018 - ISBN 978-3-7757-4468-3

    Einhundert Jahre nach Gründung des Bauhauses, der wohl populärsten und gleichzeitig umstrittensten Kunstschule in Weimar, ist sein Name sowohl Schlagwort als auch Mythos. Ganze Generationen sind mit der sachlich-nüchternen und funktionalen Bauhaus-Architektur konfrontiert und sozialisiert worden. Wegbereiter, Wegbegleiter und Erben der Moderne vereint eine Architektursprache, die mit dem Begriff Bauhaus allgemein verständlich wird. Die Erben des Bauhauses, die der Fotograf Jean Molitor seit 2009 auf der ganzen Welt aufspürt, werden in dem hier vorliegenden Katalog gemeinsam präsentiert. In seinem Kunstprojekt bau1haus nimmt er die Ästhetik der Bauten in den Fokus: Er sieht sie als zentrales Element einer epochemachenden Bewegung in Architektur, Kunst und Design, die aus dem Jugendstil in die Moderne führt, und macht durch seine Bilder globale Verbindungen des Bauhauses deutlich.

  • Jean Molitor:
    bau2haus - neues zur moderne in der welt

    hrsg. von Nadine Barth, Text(e) von Kaija Voss, Gestaltung von Julia Wagner, grafikanstalt
    160 Seiten, 29 x 25 cm, Hardcover, 100 Abb.
    Hatje Cantz: 2021 - ISBN 978-3-7757-5052-3

    Keine Frage – das Bauhaus wurde für die Architektur eine der prägendsten Institutionen des 20. Jahrhunderts. Aber auf welche Weise lebt dieses ästhetische Erbe in den Bauten weiter? In welcher Gestalt können wir ihm heute, nach rund 100 Jahren, in sich wandelnden Stadtbildern begegnen? Der Fotograf Jean Molitor hat sich eingehend mit dieser Frage beschäftigt und zwar auf der ganzen Welt. Mit seinem neuen Bildband bau2haus, verfolgt er weltweit jene Architektur, die dem Bauhaus und seinem besonderen Stil verpflichtet ist. In kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotografien setzt er diese faszinierenden Gebäude in Szene. Mit akribischem Auge ausgewählt, spielen die Aufnahmen mit der Perspektive, balancieren die Offenheit und zugleich gegebene Volumen der Gebäude perfekt aus. So entsteht eine lebendige Architekturgeschichte, an der man sich kaum sattsehen kann.

Die Bücher sind direkt bei Jean Molitor erhältlich: https://jean.molitor.photography/shop/

Plakat zur Ausstellung (OSSIG DESIGN)

Flyer zur Ausstellung (OSSIG DESING)