4. November 2019 Ausstellung/Kultur Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Information

Veranstaltungsort

Friedensgedächtniskirche
Kirchstraße 1
01979 Lauchhammer

Zeit

04.11.2019, 18:00 - 23.11.2019, 18:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Arbeit / Gewerkschaften, 30 Jahre 89/90

Zugeordnete Dateien

Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

Ausstellungseröffnung: 4. November 2019, 18 Uhr

30 Jahre politische Wende in der DDR, die Grenzöffnung und die deutsche Vereinigung rufen in diesem Jahr viele Erinnerungen wach. Ein Kapitel beschäftigt die Mehrzahl der Ostdeutschen nach wie vor besonders stark: das Agieren der Treuhandanstalt.

Laut Gesetz sollte die Treuhand das ehemalige volkseigene Vermögen privatisieren und Arbeitsplätze sichern sowie neue schaffen. Die Realität war eine andere: Unzählige Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden quasi über Nacht arbeitslos und hatten plötzlich Existenzangst. Individuelle Lebensleistungen, berufliche Qualifikationen aus 40 Jahren DDR und die Emanzipationserfahrungen der Jahre 1989/90 waren nichts mehr wert.

Viele haben das Agieren der Treuhand wie einen Schicksalsschlag empfunden, haben ihre Arbeitslosigkeit hingenommen. Wer sich gegen das vermeintliche Schicksal zur Wehr gesetzt, gegen die Betriebsschließung und für seinen Arbeitsplatz gekämpft hatte, musste oft eine schmerzhafte Niederlage einstecken.

Nach jahrelangem Schweigen der Betroffenen wächst zunehmend das Bedürfnis, die individuellen Nachwende-Erfahrungen mit der Treuhandpolitik auszutauschen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat dieses Bedürfnis aufgegriffen. Unsere Wanderausstellung dokumentiert Treuhand-Geschichte durch ostdeutsche Lebensgeschichten.

Das Buch «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» mit den Erzählungen der Zeitzeug*innen erscheint parallel zur Ausstellung und ist dort kostenlos erhältlich.

Mit Axel Troost (Senior Fellow für Wirtschaftspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Zeitzeug*innen.

In Kooperation mit dem Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V.

Standort

Kontakt

Alrun Kaune-Nüßlein

Leiterin Politische Kommunikation, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 448