Beschreibung
im Rahmen der Lesereihe „Wir haben nichts zu verlieren, aber eine Welt zu gewinnen“
Kooperation mit dem jwp Neuruppin
Vortrag & Diskussion mit
- Lea Rahman
(Sozial- und Politikwissenschaftlerin)
Die globale Nachfrage nach Energie, Mineralien, Metallen und anderen natürlichen Ressourcen boomt. Für viele Länder der globalen Peripherie wurde der Abbau von Rohstoffen daher zu einem wesentlichen wirtschaftlichen Standbein. Dabei sind solche Großprojekte unter anderem mit Umweltverschmutzung, hohem Wasserverbrauch, gesellschaftlichen Konflikten und Verletzlichkeit gegenüber Preisschwankungen verbunden. Die erhoffte wirtschaftliche Entwicklung durch Rohstoffabbau hat sich jedenfalls in den vergangenen Jahrzehnten nicht realisiert. Lea Rahman zeigt in „Abhängiger Extraktivismus“, wieso Länder trotzdem an großflächigem Rohstoffabbau festhalten und wie wirtschaftliche Abhängigkeiten ihre Handlungsfähigkeit dabei einschränken.
In einem Vortrag mit anschließender Diskussion spricht Lea Rahman über die Probleme des Rohstoffabbaus, die Entstehung des ‚Extraktivismus‘ als Entwicklungsmodell und über die Gründe, weshalb ärmere Staaten daran festhalten.
Lea Rahman hat Sozial- und Politikwissenschaften studiert und sich dabei insbesondere mit globaler Ungleichheit, (Neo-)Kolonialismus und Umweltgerechtigkeit beschäftigt. Sie arbeitet in einem Projekt gegen Sexismus und beschäftigt sich in ihrer Promotion mit Umweltgerechtigkeit. „Abhängiger Extraktivismus“ ist das Thema der Veröffentlichung ihrer Master-Abschlussarbeit, in der sie den Zusammenhang von Rohstoffabbau und wirtschaftlicher Abhängigkeit der Staaten der Peripherie analysiert hat.
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