Beschreibung
Ohne Beachtung dieses Sachverhaltes kommt eine konsequente Kritik des gegenwärtigen Zustandes nicht aus. „Es gibt Tage, da scheint das Weltgeschehen eine deprimierende Männerveranstaltung zu sein …“, schreibt Melanie Jaeger-Erben in einem Artikel der Tageszeitung nd-Der Tag.
Doch bei dieser Feststellung bleibt sie nicht stehen. Ihr geht es um eine genaue Analyse, damit die Ursachen deutlich werden und an Lösungsansätzen gearbeitet werden kann. Ebenfalls in dieser Zeitung stellt sie die Frage „Sind Männer das Problem?“ und schreibt: „Um die Probleme der Welt sinnvoll zu analysieren, braucht es einen Perspektivwechsel. Statt Schuld entlang binärer Kategorien zuzuweisen, gilt es Machtstrukturen, Systemlogiken und soziale Dynamiken hinterfragen. Warum gibt es immer noch ein Übergewicht an männlich dominierten Entscheidungsträgern? Warum haben Konzerne und Einzelpersonen so viele Möglichkeiten, Gemeingüter wie die Umwelt auszubeuten? Und warum ist es gesellschaftlich akzeptabler, mit nationalistischen Parolen Wahlen zu gewinnen als mit einem Plan für soziale Gerechtigkeit?“
Melanie Jaeger-Erben (geb. 1977) ist seit 2021 Professorin für Technik- und Umweltsoziologie an der BTU Cottbus - Senftenberg. Bis 2025 war sie Mitglied der Sachverständigenkommission für den vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Sie ist Vertrauensdozentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitglied des Kuratoriums der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg.
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