22. Juni 2017 Diskussion/Vortrag Hierarchiefrei leben, ohne Chef und Staat?

Über das Projekt A in Neustadt/Weinstraße

Information

Veranstaltungsort

Zelle 79
Parzellenstr. 79
03046 Cottbus

Zeit

22.06.2017, 19:30 - 21:30 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Gesellschaftliche Alternativen

Zugeordnete Dateien

Vortrag und Diskussion mit Elisabeth Voß (als Publizistin und Betriebswirtin beschäftigt sie sich mit Ideen und Praxen alternativer, genossenschaftlicher, sozialer und solidarischer Wirtschaftsweisen)

Aus bundesweiten anarchistischen Diskussionen in den 1980er Jahren entstand die Idee, eine westdeutsche Kleinstadt zu unterwandern. Ausgewählt wurde Neustadt/Weinstraße, wo der Verein "Werk selbstverwalteter Projekte und Einrichtungen" (WESPE) 1989 dann eine ehemalige Fabrik erwarb: das Projektzentrum Ökohof. Es bot Platz für mehrere selbstverwaltete Betriebe, zwei Wohngemeinschaften und Vereinsräume. Weitere Kollektive siedelten sich in der Umgebung an.

In diesem dezentralen Projekt fanden sich über 100 Menschen zusammen, und es gab zu guten Zeiten 12 Kollektivbetriebe. Die WESPE, das Projekt A in Neustadt, hat sich nie als Gruppe mit einer bestimmten politischen Ideologie verstanden. Der anarchistische Anspruch bestand ausdrücklich in einer Offenheit für jede/n, die/der sich dazugehörig fühlte und mitmachte. Nach einigen Konflikten gilt das Projekt A heute als gescheitert, jedoch besteht der Ökohof weiterhin, und auch einige andere Projekte sind erhalten geblieben.

Elisabeth Voß, eine die dabei war, berichtet am 22.6. ab 19.30 Uhr in der Zelle 79 (Parzellenstraße 79, 03046 Cottbus) über das Projekt und gelebte Solidarität, Widersprüche und Konflikte. Eine anschließende Diskussion ist erwünscht.

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