21. Februar 2019 Diskussion/Vortrag Mehr Ökonomie wagen. Wie kann mehr Gerechtigkeit wirtschaftlich fundiert werden?

Vortrag mit Tom Strohschneider

Information

Veranstaltungsort

Bürgerhaus Wendische Kirche
Baderstr. 10
01968 Senftenberg

Zeit

21.02.2019, 17:00 - 19:00 Uhr

Mehr Ökonomie wagen. Wie kann mehr Gerechtigkeit wirtschaftlich fundiert werden?

Vortrag und Diskussion mit Tom Strohschneider (Redakteur der Monatszeitung OXI; Berlin);

Einführung und Moderation: Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph; Senftenberg/Zły Komorow)


Über Monate, ja Jahre, schien es so, dass Migration und Flucht („Flüchtlingswelle“) und die Frage, ob „wir“ das schaffen, die für das Wohl in unserem Land die alles entscheidenden Fragen wären. „Dieselskandal“ und die Debatte um die Zukunft der Bundeskanzlerin waren weitere Themen, die das Bild der veröffentlichten Meinung bestimmten. Die linke „Gegenposition“ fand immer wieder als Antwort die inhaltslose Formulierung, dass es um neue „Herausforderungen“ ginge.

Doch, so schreibt der Journalist TOM STROHSCHNEIDER in der Dezemberausgabe von 2018 der Monatszeitung „OXI – Wirtschaft anders denken“: „In den vergangenen Wochen hat sich die politische Debatte hierzulande verändert. Nicht grundlegend, aber doch etwas. Die von rechts befeuerte Themenmonotonie bröckelte. Es wird nicht mehr nur über Migration und Flucht gesprochen; die Erregungsbewirtschaftung, die noch das abwegigste Problem zu einer ausschließlichen Frage der Herkunft macht oder zu etwas, das Angela Merkel persönlich verschuldet hat, bekommt Risse.“ Auf einmal gab es Fernsehthemenwochen über Gerechtigkeit und Medien veranstalteten Kampagnen über Ungleichheit und wandten sich dem gesellschaftlichen „Unten“ zu. Und was sagt die gesellschaftliche Linke? Sie kommt mit sinnvollen Einzelforderungen vom höheren Mindestlohn bis zu gerechterer Verteilung. Aber, so Strohschneider, es fehlt eine „Idee, wie das, was man an politischen Forderungen aufstellt, auch ökonomisch fundiert wird.“

Genau dieses Problem soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

 

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